Von Lorbeer in die Nationalmannschaft

Busem Seker – ein Namen den man sich merken sollte. Was vielen Rothenburgsortern schon lange klar war, wird nun auch die Welt erfahren.
Für Busem hat sich kürzlich der große Traum erfüllt und sie bekommt die Chance für die türkische Nationalmannschaft zu spielen. Unbändiger Wille, Ehrgeiz und ein großes Herz zeichnen sie als Spielerin aus und die Nominierung ist mehr als verdient. Besonders Sven Melchert (Trainer) und Beate Kirschstein (Betreuerin) die Busem von der F bis hin zur B-Jugend über 10 Jahren betreut haben sind mächtig stolz: „Wir gratulieren Busem vom Herzen und wünschen ihr viel Erfolg und Glück bei ihren neuen Herausforderungen. Uns war schon immer klar das sie es irgendwann packen wird.“

Die ersten Schritte….

Vor 13 Jahren spielte ein kleines Mädchen fast jeden Tag mit den Jungs auf dem damaligen Ascheplatz Fußball. Ihr Name – Busem Seker. Schon früh war ihr klar das sie Fußballerin werden wollte obwohl die Eltern wenig überzeugt davon waren. Ein Mädchen bei einem Jungensport? Damals für die Eltern undenkbar. Schließlich konnte sie die damalige Jugendleiterin Carmen überzeugen und mit 9 Jahren kam Busem zu Sven Melchert in die F-Jugend. Er erinnert sich noch heute an die ersten Tage des ehrgeizigen Mädchen das es den Jungs zeigen wollte. „Es war eine geile Zeit und wir haben Busem immer wie unsere eigene Tochter angesehen. Das sie ein Mädchen war, spielte überhaupt keine Rolle. Wir sind zusammen Meister geworden, nach Holland zum internationalen Turnier gefahren und haben jede Menge erlebt. Sie hatte schon immer das Herz und den Willen. Nur das zählt.“ berichtet Sven. In den Jahren biss sie sich durch und zeigte welches Talent in ihr schlummerte. Bis zum Ende blieb Busem ihrem Verein treu, schaffte es in die Hamburger Auswahl und wurde am DFB-Stützpunkt Dratelnstraße aufgenommen. Ohne dabei ihren Traum aus den Augen zu verlieren.
Mit dem Ende der B-Jugend endete leider auch Busems Zeit als Spielerin bei Lorbeer und es gab neue Herausforderungen im Damenbereich zu bewältigen. Mit Henstedt-Ulzburg hat sie als Spielerin ein guten Verein gefunden und füllt sich dort sehr wohl. Dem FTSV Lorbeer den Rücken zu kehren kam für Sie trotzdem nie in Frage. Als Jugendtrainerin engagiert sie sich weiterhin für ihren Stadtteil und wirkte u.a. ehrenamtlich beim kostenlosen Fußballferincamp mit. „Busem ist charakterlich und menschlich einfach einmalig. Eine ganze Woche der Schulferien zu opfern um 6 Tage lang den Kindern aus Rothenburgsort eine Freude zu machen ist alles andere als selbstverständlich. Davor haben wir großen Respekt“ schwärmen die Organisatoren.

EINMAL LORBEER. IMMER LORBEER !!!